Nachrichten zum Thema Bildung & Forschung
06.11.2008 in Bildung & Forschung von Renate Hendricks
Karl Schultheis: Keine Sanierung der Hochschulen auf Kosten von Forschung und Lehre
Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis, zeigte sich über den plötzlichen Sinneswandel der Landesregierung beim Thema Hochschulbau überrascht: "Es ist schon erstaunlich, was die Finanzkrise so alles bewirkt. Jetzt soll es doch ein Hochschulbausanierungsprogramm geben. Noch im August wurde ein entsprechender Antrag der SPD im Landtag abgelehnt. Noch vor wenigen Wochen hatten CDU und FDP dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Sprechverbot im Wissenschaftsausschuss erteilt."
20.10.2008 in Bildung & Forschung von Renate Hendricks
Marc Jan Eumann: Studiengebühren schrecken Tausende vom Studium ab
Als "deutliches Statement gegen Studiengebühren" wertete Marc Jan Eumann, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, die heute in den Medien veröffentlichten Ergebnisse einer aktuellen Studie des Hochschul-Informations-Systems (HIS) über die negativen Folgen von Studiengebühren. "Die Studie belegt eindeutig, dass Studiengebühren die soziale Auslese verschärfen. Sie schrecken junge Menschen aus einkommensschwachen Familien vom Studium ab. Seit ihrer Einführung sinkt in NRW die sogenannte Übergangsquote. Das heißt, dass immer weniger junge Menschen anfangen zu studieren, obwohl immer mehr eine Hochschulzugangsberechtigung erwerben", kritisierte Eumann. 2005 habe es in NRW bei 104.000 Studienberechtigten rund 81.000 Studienanfänger gegeben. Heute seien es rund 83.000 bei 116.000 Studienberechtigten. "Das heißt doch im Klartext: Obwohl 12.000 junge Leute mehr als 2005 studieren könnten, tun es nur 2.000. Zehntausend junge Menschen haben sich gegen ein Gebührenstudium entschieden", so Eumann. Er forderte das Bundesbildungsministerium, in dessen Auftrag die Studie erstellt wurde, auf, die Ergebnisse nicht länger unter Verschluss halten.
23.09.2008 in Bildung & Forschung von Renate Hendricks
Kleine Anfrage: Stand der wissenschaftlichen Beziehungen zwischen NRW und Afrika
Die afrikanische Wissenschaftslandschaft ist der Öffentlichkeit in NRW wenig bekannt. Dabei gibt es gute und erfolgreiche Beispiele von Zusammenarbeit wie beispielsweise das 1975 von der UNESCO gegründete "Centre de Coordination des Recherches et de Documentation en Sciences Sociales desservant l´Afrika Subsaharienne" (CERDAS), das die subsaharischen Geistes- und Kulturwissenschaften koordinieren soll. Dieses und andere Netzwerke bieten vielfältige Möglichkeiten der Kooperation zwischen NRW und Afrika. Es werden Themen wie zum Beispiel die Bekämpfung des HI-Virus aufgegriffen und versucht gemeinsame Handlungsstrategien zu entwickeln.
23.09.2008 in Bildung & Forschung von Renate Hendricks
Kleine Anfrage: Studiengebühren an der Universität Bonn - Verwendungsberichte der Hochschulen in NRW
Laut Aussage der Landesregierung soll die Einführung von Studiengebühren in Nordrhein-Westfalen zu einer Verbesserung der Lehre führen. In diesem Zuge wurde den Hochschulen auferlegt, jährliche Berichte zu verfassen, welche transparent aufzeigen sollen, wofür die Studiengebühren jeweils verwendet worden sind.
15.09.2008 in Bildung & Forschung von Renate Hendricks
Karl Schultheis: NRW verliert den Anschluss bei der Frauenförderung an den Hochschulen
Als "mangelhaft" kritisierte heute Karl Schultheis, hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die Frauenförderpolitik an den nordrhein-westfälischen Hochschulen. „Die Landesregierung hat mit der Umstellung der Frauenförderung an unseren Hochschulen einen Flurschaden angerichtet. Wenn sie ihre Finanzierungsmodalitäten nicht ändert, droht NRW den Anschluss zu verlieren", sagte Schultheis. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte Professorinnenprogramm sehe vor, dass die bewilligten Mittel in gleicher Höhe von den Ländern kofinanziert werden. NRW habe als einziges Land die Kofinanzierung an den Strukturfonds für die Hochschulen gebunden. "Dabei geraten vor allem die Fachhochschulen ins Hintertreffen, weil sie mit einem Anteil von 15 Prozent deutlich weniger Mittel aus dem Strukturfonds erhalten als Universitäten. Die Koppelung der Mittel an den Strukturfonds wirkt sich kontraproduktiv aus. Das Modell rechnet sich nicht und ermöglicht keine verlässliche Finanzplanung", erklärte Schultheis.
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