Sozialdemokratische Frauen in Bonn - ASF

Ein Ausflug besonderer Art

MdB und MdL

Renate Hendricks lud zur Besichtigung der Sanierungsarbeiten des Bergfrieds der Godesburg ein

Zu einem Ausflug ganz besonderer Art hatte die Bonner Landtagsabgeordnete Renate Hendricks interessierte Bürgerinnen und Bürger am vergangenen Donnerstagnachmittag eingeladen: Besichtigung der aktuellen Sanierungsarbeiten des Bergfrieds der Godesburg.

Ende September 2012 war mit den Sanierungsarbeiten begonnen worden. Nach nun etwas mehr als einem Jahr ist man sozusagen auf der Zielgeraden. Noch vor Weihnachten werden die Arbeiten beendet sein.

Der Kostenrahmen für die Sanierungsarbeiten ist mit 1,2 Millionen Euro angesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Projekt mit 350.000 Euro unterstützt. Hendricks: „Als Landtagsabgeordnete fühlte ich mich verpflichtet, wenn eine so große Summe an Landesmitteln fließt, mir vor Fertigstellung auch ein Bild über den Stand der Arbeiten zu machen. Da habe ich mich natürlich sehr über das Angebot des Chefrestaurator, Thomas Lehmkuhl, gefreut, mir und einigen Gästen eine spezielle Führung zu ermöglichen.“

Am vergangenen Donnerstag war es dann soweit. Selbst der Wettergott war der kleinen Besuchergruppe zugetan. Der Regen hörte auf und ein paar Sonnenstrahlen zeigten sich, als Lehmkuhl sehr anschaulich den Werdegang der Sanierungsarbeiten schilderte. Viele Jahre war der gesamte Turm in einem Schutznetz eingepackt. Eine durchaus sinnvolle Angelegenheit, denn beim Entfernen dieses Netzes hat man ca. 800 Kilo abgebrochener Steine (Zementklumpen und sonstiges Gestein) darin gefunden, die im Laufe der Jahre herabgestürzt sind.

Das Schwierige bei der Sanierung war die Prüfung der Beschaffenheit des Tuffsteins, dem ursprünglichen Baumaterial der damaligen Zeit. Lehmkuhl: „Jeder einzelne Stein musste von den Steinmetzen abgeklopft werden, um seinen Zustand zu kontrollieren. Manche Steine waren äußerlich intakt, aber der Untergrund war porös. In einigen Fällen konnten die Steine geklebt werden, wieder andere mussten komplett ausgetauscht werden. Das war ein echtes Puzzlespiel und konnte nur in Handarbeit durchgeführt werden. Bei einer Gesamtfläche des Turmes von 1158 Quadratmetern dauert das schon seine Zeit!“

Hendricks: „Ich bin wirklich beeindruckt, dass bei so viel Handarbeit und den Wetterkapriolen, die wir im Verlauf des letzten Jahres hatten, die Arbeiten im vorgesehenen Zeitrahmen durchgeführt werden konnten. Besonders erfreulich ist natürlich auch, dass der Kostenrahmen nicht überschritten wird. Vor dem Hintergrund leeren Haushaltskassen kann man dies nicht oft genug positiv erwähnen. Die Sanierung des Bergfrieds der Godesburg ist für mich ein echtes Vorzeigeprojekt!“

Die Sanierungsarbeiten werden noch vor Weihnachten beendet sein. Das Gerüst und die Plane werden allerdings den „neuen“ Bergfried noch den Winter über verhüllen, denn die Arbeiten brauchen Zeit zum Austrocknen. Zum Frühjahr wird der Turm dann aber wieder in seiner vollen Schönheit als Wahrzeichen von Bad Godesberg erstrahlen. Ein Besuch lohnt sich – auch für Godesberger - da waren sich alle einig.

 

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